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Speak Up for Parkinson's 2019

Erheben Sie Ihre Stimme für Parkinson!, World PD Day 2019

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Die Veränderung der Stimme ist eines von vielen Symptomen, die Menschen mit Parkinson nach und nach beeinträchtigen können. Die Krankheit wird hauptsächlich mit einer Veränderung der Bewegungsabläufe in Verbindung gebracht, aber je mehr man weiß, welchen Herausforderungen sich Patienten tagtäglich gegenüber sehen, umso besser kann man sie auch unterstützen.

Manchmal vergessen wir, welche Kraft unsere Stimmen haben und wie sie die Welt verändern können. Die Kraft, Fragen zu stellen und unsere Geschichten zu erzählen. Die Kraft, die Herzen anderer zu berühren und zu verändern.

Und selbst wenn die Stimmen von Parkinson-Patienten schwächer werden, werden unsere für sie stärker.

Lassen Sie es alle hören. Geben Sie Parkinson eine Stimme.
Sag es jetzt weiter, Deine Stimme ist wichtig.

Welche Sprechveränderungen treten bei Parkinson am häufigsten auf?

Wie kann sich Morbus Parkinson auf die Stimme auswirken?

Die Bewegungen zur Einatmung, Vibration der Stimmlippen und Artikulation von Worten erfolgen mithilfe von Muskeln, die krankheitsbedingt mit langsameren und steiferen Abläufen und mit Zittern einhergehen können. Die Stimme ist der bei Parkinson am häufigsten veränderte Aspekt beim Sprechen, obwohl auch andere Komponenten wie Artikulation, Atmung oder Stimmresonanz betroffen sein können.

Welche Sprechveränderungen treten bei Parkinson am häufigsten auf?

Die häufigsten Veränderungen sind:

- reduziertes Stimmvolumen und Ausdruckskraft, heisere oder schwache Stimme;
- undeutliche Aussprache;
- Änderung der Sprechgeschwindigkeit (schneller oder langsamer als üblich);
- Auftreten von Blockaden oder Wiederholungen, der Betroffene scheint zu stottern.

Es kommt auch häufig vor, dass Menschen mit Parkinson beim Sprechen merken, dass ihre Stimme „versagt", oder bei oder nach längeren Gesprächen ermüden.

Bei Parkinson ist die Abnahme des Stimmvolumens die häufigste Änderung beim Sprechen, was jedoch oft von den Betroffenen selbst nicht wahrgenommen wird. Häufig erklären Personen mit Parkinson die Tatsache, dass Familie und Freunde sie darum bitten müssen, das Gesagte zu wiederholen damit, dass sie schlecht hören würden oder die Nebengeräusche sehr laut seien. Es ist ihnen jedoch nicht bewusst, dass die geringe Lautstärke ihrer eigenen Stimme die eigentliche Ursache für die Verständnisschwierigkeiten der anderen sind.

Wie kann man seine Stimme bei Parkinson schützen?

- Die Stimme benutzen! Personen mit Parkinson sollten versuchen, ein aktives soziales Leben zu führen, um sicherzustellen, dass sie reichlich Gelegenheit haben, ihre Stimme zu benutzen. Eine weitere Möglichkeit ist der Beitritt zu einem Chor; allerdings muss man beim Aufwärmen sowie für den allgemeinen Fortschritt im Vergleich zu den restlichen Chormitgliedern eventuell eine längere Zeit einplanen.

Was tun, wenn die Stimme sich schon verändert hat?

Manchmal, insbesondere in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung, ist die Aufrechterhaltung eines aktiven sozialen Lebens nicht mehr möglich oder reicht nicht aus, um die Stimme zu bewahren. Eine Änderung der Stimme sollte mit dem die Parkinson-Krankheit behandelnden Arzt oder mit einem Logopäden besprochen werden. Es gibt Techniken und Übungen, die entwickelt wurden, um Stimmveränderungen von Menschen mit Parkinson gezielt zu behandeln. Arzt und Logopäde können Sie über den besten Ansatz zur Behandlung dieser Veränderungen beraten. So kann es Ihnen nicht nur gelingen, die Lautstärke Ihrer Stimme wieder zu erhöhen, sondern auch die diversen anderen Komponenten des Sprechens im Allgemeinen zu verbessern. Darüber hinaus kann es sich als hilfreich erweisen, Umgebungsgeräusche zu reduzieren und Gespräche im direkten Gegenüber zu führen.

Ferreira, J. e Vitorino, ML (coordenadores). Manual do Cuidador da Pessoa com Parkinson. 2018. Edição: CNS - Campus Neurológico.

 

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ON/APR19/G/099