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Being Diagnosed with Parkinson's

Diagnose Parkinson – und jetzt???

Die Diagnose „Morbus Parkinson“ ist für den Betroffenen, aber auch für dessen Angehörige oftmals beängstigend und niederschmetternd. Das Leben mit dieser Erkrankung ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Ähnlich wie in anderen schwierigen Lebenssituationen ist die Auseinandersetzung und der Umgang mit Morbus Parkinson häufig frustrierend und nervenaufreibend.

In vielen Fällen machen sowohl Patienten, als auch deren Angehörige und Pflegekräfte, aus der Not eine Tugend und entwickeln einen ungeahnten Einfallsreichtum und Ideen. Etliche Patienten kommen mit Morbus Parkinson im Alltag zunächst nicht gut zurecht, aber nach einer Weile lernen die meisten Patienten, wie sie über viele Jahre hinweg eine gute Lebensqualität bewahren und sogar andere mit ihrem Mut inspirieren können.

Viele Patienten durchlaufen nach der Diagnose Phasen des Schocks und der Wut, manchmal machen sie sich Vorwürfe, selber an ihrer Erkrankung schuld zu sein. Im Gegensatz dazu ist manch einer erleichtert, dass endlich der Grund für seine oft jahrelangen bestehenden unklaren Beschwerden wie Muskelverspannungen oder Beweglichkeitsstörungen gefunden wurde.

Andere tun so, als wäre die Krankheit nicht da, wieder andere verlieren jede Hoffnung und verfallen in Depressionen. Früher oder später lernen die Patienten aber, auf ihre eigene persönliche Art und Weise mit „ihrem Parkinson“ umzugehen. Um das Gefühl zu bekommen, das Leben unter Kontrolle zu haben und schwierige Situationen meistern zu können, hilft es, sich genauer über die Krankheit und die verschiedenen medikamentösen und nicht-medikamentösen Strategien zum Kampf gegen die Symptome zu informieren.

Die Stärke der Symptome der Parkinson-Erkrankung schwanken oft im Laufe des Tages. Wenn Sie also von Morbus Parkinson betroffen sind, ist es wichtig, dass Sie Ihren Interessen zu den Tageszeiten nachgehen können, in denen Sie sich am besten fühlen.

Einige Leute überspielen mit einem lockeren Lächeln unangenehme, von den Symptomen verursachte Situationen. Welche Strategie Sie auch immer anwenden, um das Beste daraus zu machen: Es ist immer wichtig, dass Sie so gut wie möglich mit Ihren medizinischen Fachkräften sowie Freunden und Angehörigen reden und sich beraten. Viele Patienten nutzen das Angebot von wohnortnahen Selbsthilfegruppen, auch um sich beispielsweise wertvolle Tipps zu holen und Erfahrungen auszutauschen.

Für die Menschen in Ihrer unmittelbaren Umgebung stellt Morbus Parkinson häufig eine Herausforderung dar und kann ihre sozialen Kontakte eventuell beeinträchtigen. Nicht immer ist es leicht herauszufinden, wie man mit anderen so zusammenlebt, dass die Parkinson-Krankheit die Beziehung zu Angehörigen, Freunden oder Kollegen nicht belastet. Wenn die Emotionen hochkochen, ist es schwierig, eine offene und ruhige Kommunikation aufrechtzuerhalten.

Im Gegensatz zu Erwachsenen sind Kinder oft besser darin, spontan und offen zu sein. Normalerweise verschwenden Erwachsene zu viel Zeit und Energie damit, ihre Gedanken und Gefühle für sich zu behalten und treffen in der Folge falsche Annahmen darüber, was andere fühlen oder denken. Die wohlmeinende Haltung, lieber zu schweigen, weil man womöglich etwas Falsches sagen könnte und sein Gegenüber verletzt oder verärgert, kann so schlussendlich nach hinten losgehen.

Lieber freundlich, klar und ruhig das ansprechen, was einen stört, anstatt „alles in sich hineinzufressen“ und damit Ärger in sich aufzustauen, der sich immer im falschen Moment Bahn bricht. Das gilt sowohl für den Patienten aber auch für seine soziale Umgebung.

 

ON/OCT18/DE/005

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